Heilpraxis Lux

Gesundheit für Geist und Körper

   

Klosterheilkunde nach Hildegard von Bingen

Ildegarda von Bingen

 

Hildegard von Bingen (1098 – 1179)

Die Benediktinerin Hildegard von Bingen erwarb sich durch ihre visionäre Gabe ein umfangreiches Wissen über Körper, Seele und Geist. Neben ihren Büchern zu religiösen Themen hat sie uns ein in sich stimmiges Medizinkonzept hinterlassen, welches in der Anwendung der modernen Naturheilkunde immer noch aktuell ist. Hildegards Heilkunde wurde inspiriert von ihrer tiefen Spiritualität, die über die Zeiten hinweg Menschen mitten ins Herz trifft. Sie verfasste differenzierte Angaben zur Phytologie, Anweisungen zu Diätetik und Ausleitungsmethoden sowie ungefähr 2000 Rezepturen und entwickelte eine eigene Psycho- und Informationstherapie mit Edelsteinen.

Hildegard von Bingen wurde am 10. Mai 2012 von Papst Benedikt XVI. in Rom heilig gesprochen.

 

Phytotherapie in der Hildegardmedizin

In ihrer „Physica“ beschreibt Hildegard, welche Heilkräfte für den Menschen in allen Bereichen der Schöpfung stecken. Dank ihrer Sehergabe „sieht“ sie feinstoffliche Kräfte in Tieren, Bäumen, Pflanzen und Edelsteinen.

In ihren Medizinwerken „Physica“ und „Causal et curae“ hat sie uns über 2000 Rezepturen hinterlassen, z. B.

  • das Wasserlinsenelixier zur Stärkung des Immunsystems und zur Vorbeugung und Heilung von Krebserkrankungen
  • das Hirschzungenfarnelixier zur Regelung hormoneller Beschwerden
  • der Aronstabwurzelwein bei Depressionen
  • die Weinrautensalbe bei Nierenerkrankung
  • der Petersilienhonigwein bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Allein für Beschwerden des Magen-Darm-Traktes sieht Hildegard über 100 verschiedene Mittel und Anwendungen vor.

Der Mittelwahl lasse ich eine genaue Diagnose vorangehen. Einige Kräuterrezepturen kann der Patient selbst herstellen, was die Hildegard-Medizin kostengünstig macht. Eine genaue Diagnose des Gesundheitszustandes dient auch der Prävention. Pflanzenkuren, eine auf den Patienten abgestimmte Hildegard-Ernährung, regelmäßige Ausleitungen von Schadstoffbelastungen und bewusste Lebensführung helfen, den Körper bis ins hohe Alter gesund zu erhalten.

 

Ernährungsberatung in der Hildegard-Praxis

Wichtigster Baustein in der Hildegardernährung ist eine bekömmliche Vollwertkost auf Dinkelbasis.

„Dinkel ist das beste Getreide. Es verschafft dem der es isst ein rechtes Fleisch und gutes Blut. Die Seele des Menschen macht es froh und voll Heiterkeit.“ (Hildegard von Bingen)

Dinkel ist unser basischstes Getreide und somit außerordentlich wichtig angesichts unserer häufig zu sauren Stoffwechsellage. Sein hoher Anteil an Tryptophan, der Vorstufe des Serotonins, trägt bei zur Stimmungsaufhellung. Ebenfalls antimelancholisch wirkt der Fenchel, und mit dem Verzehr von Edelkastanien können wir unser Gedächtnisleistung fördern.

Neben dieser Basiskost gibt Hildegard ganz differenzierte Anweisungen, welche Lebensmittel und Gewürze in welcher gesundheitlichen Situation zu essen sind. Gewürze sind echte Heilmittel. Als Beispiele seien die drei wichtigsten Hildegard-Gewürze genannt: Bertram, Galgant und Quendel. Hildegard empfiehlt sie für jede Speise:

„Bertram mindert die Fäulnis im Körper, vermehrt das gute Blut und bereitet einen klaren Verstand im Menschen. Die Schwachen bringt er wieder zu Kräften und im Menschen schickt er nichts unverdaut heraus, sondern bereitet ihm eine gute Verdauung.“ (Hildegard von Bingen)

Unsere Lebensmittel können gleichzeitig unsere Heilmittel sein.

Auf Wunsch erstelle ich für Sie ein Ernährungskonzept, das zu Ihrer Situation passt und in ihren Alltag integrierbar ist.

 

Ausleitungsverfahren nach Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen erkannte, dass in den Körper eingebrachte oder in ihm bestehende Giftstoffe für Krankheiten verantwortlich sind. Als „Schwarzgalle“ bezeichnet sie in ihren Schriften die im Körper wirksamen Giftstoffe. Spezielle Ausleitungsverfahren helfen dem Körper, Giftstoffe auszuschalten.

Schröpfen

„Schröpfen ist zu jeder Zeit gut und nützlich, damit die schädlichen Säfte und Schleime, die im Menschen sind, vermindert werden. Denn zwischen Haut und Fleisch befinden sich jede Menge Schleime, die dem Menschen besonders schaden.“ (Hildegard von Bingen)

Unter blutigem Schröpfen versteht man eine örtliche Blutableitung. Am Rücken des Patienten werden kleine Hautritzungen mit Hilfe eines Schröpfschneppers vorgenommen. Anschließend wird mit einem Schröpfkopf belastetes Blut aus dem Bindegewebe abgesaugt. Hildegard von Bingen nennt genaue Stellen, wo am Rücken geschröpft werden muss, um bestimmte Organe zu entlasten. Schröpfen bewirkt eine bessere Durchblutung der betroffenen Organe und eine verbesserte Versorgung mit Sauerstoff. Es beseitigt Lymphstauungen und Muskelverspannungen.

Schröpfen findet weiter Anwendung bei Nervenschmerzen, Ischias- und Rückenschmerzen.

Weitere Ausleitungsverfahren sind die Moxibustion mit Beifuß und die Nierenmassage mit Weinrautensalbe.

 

Heilfasten nach Hildegard von Bingen

Fasten entschlackt und entgiftet den Körper und verschafft ihm Erholung. Der Geist wird frei. Das Besondere am Fasten nach der heiligen Hildegard von Bingen ist das Allumfassende. Sie ist in ihren Schriften sehr detailliert auf die Einheit von Körper, Geist und Seele eingegangen. Weder Körper noch Geist können gesunden, wenn die Seele krankt.

Eine weitere Besonderheit des Hildegard-Fastens liegt in der Subtilität, also der Heilwirkung in jedem Teil der Schöpfung. Hildegard wusste sehr genau, welche Wirkung die Schöpfung mit all ihrem Reichtum an Heilmitteln auf unseren Körper, auf den Geist und auf die Seele hat. Das gemäßigte Fasten nach Hildegard von Bingen ist kein radikales, sondern ein sanftes, wohltuendes Fasten. Die Darmentleerung und Ausleitung erfolgen durch Birnenhonigbrei und Flohsamen. Der Kreislauf und das Herz können mit einem Gläschen Petersilienhonigwein gestärkt werden. Dinkelbrot und klare Gemüsesuppe mit Dinkelschrot dürfen Sie zu sich nehmen. Warme Leberwickel, Fußbäder, Bewegung an frischer Luft und abends ein Glas warmer Apfelsaft runden das Fasten heilsam ab.

Als Fastenleiterin begleite ich Sie gern ganz individuell durch diese Zeit.

 

Edelsteintherapie

Amethyst

Die Edelsteinheilkunde ist ein fester Bestandteil der Hildegardschen Heilkunst. In ihrem Werk „Physica“ beschreibt Hildegard von Bingen die ungewöhnliche Heilkraft der Edelsteine, die vor allem die seelischen und geistigen Bereiche ansprechen, in denen die meisten Krankheiten entstehen. Die Edelsteinkräfte erreichen die Körperzellen, stärken die körpereigenen Kräfte, beschleunigen die Regeneration und sind in der Lage, Gesundheit zu erhalten und unsere Lebensqualität zu verbessern.

Zu den von Hildegard von Bingen genannten Edelsteinen gehören z. B.

Saphir

„Wenn ein Mensch als ganzer vergichtet ist, dann nehme er diesen Stein in den Mund. Wer vom Zorn heftig erregt wird, der nehme sogleich einen Saphir in den Mund und der Zorn wird weichen.“ (Hildegard von Bingen)

Smaragd

„Wer also am Herzen, am Magen oder an der Seite Schmerzen hat, trage einen Smaragd bei sich, damit durch ihn das Fleisch seines Körpers Wärme bekomme, und er wird sich wohler fühlen.“ (Hildegard von Bingen)

Achat

„Will ein Mensch diesen Stein tragen, so lasse er ihn auf der bloßen Haut ruhen, damit er sich davon erwärmt. Die Wesensart des Achats macht jene Menschen geschickt, feinfühlig und klug im Gespräch.“ (Hildegard von Bingen)

Chalzedon

„Wenn ein Mensch den Chalzedon trägt, soll er es so machen, dass der Stein auf seiner Haut aufliegt und dass er möglichst über eine Ader seines Körpers zu liegen kommt. Die Vene und ihr Blut nehmen die Wärme und Eigenschaft dieses Steines auf und tragen seine Kräfte zu den übrigen Venen und in den ganzen Blutstrom. Das wird ihm gut tun. Denn dieser Stein hat von der Luft sein Warmes und vernichtet die krankhaften Schwächen, die ein Mensch hat, und macht auch den Menschen friedfertig, weil das Gemüt des Menschen sich manchmal je nach der atmosphärischen Situation ändert. So wendet der Chalzedonstein Krankhaftes vom Menschen ab und verleiht ihm eine so gefestigte Einstellung gegen das Zürnen, dass sich kaum ein anderer Mensch wird finden lassen, der ihn zum Zorn reizt und zur Ungerechtigkeit verleiten kann.” (Hildegard von Bingen)

Rubin

„Wenn jemand Kopfweh hat, lege er den Rubin eine kurze Weile auf seinen Scheitel, bis seine Haut dort warm geworden ist. Dann nehme er den Stein sofort wieder weg, denn die Kraft dieses Steines durchdringt seinen Kopf schneller und stärker als die wertvollste Salbe oder Balsam.“ (Hildegard von Bingen)

Die Edelsteintherapie nach Hildegard ist hilfreich bei folgenden Beschwerden: Darmbeschwerden, Erschöpfungszustände, geistige Gesundheit, Gesunderhaltung des Körpers, Geweberegeneration, Herzkrankheiten, …